La Resistance du Net

Wege gegen den Zensurstaat. Wir sind alle China.

Archiv für Juli 2008

Die Besten der Besten der Besten, Sir!

Geschrieben von Guy Fawkes - 27. Juli 2008

TKÜ Häufigkeit und Effizienz

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Bundestrojaner schürt Angst in der Bevölkerung

Geschrieben von Guy Fawkes - 24. Juli 2008

Die Nachrichtenagentur AP vermeldet mit Bezug auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitut TNS-Emnid im Auftrag des Internet-Magazins “Tomorrow”, dass die Mehrheit der Bundesbürger sich vor der Online-Durchsuchung fürchtet. 71% haben demnach Angst davor, “dass der deutsche Staat ohne berechtigten Verdacht Computer seiner Bürger online durchsucht.” 27% sind unbesorgt. Die über 60-jährigen fürchten sich mit 62% am wenigsten, die jüngeren unter 30-jährigen mit 78% am meisten. Letztere nehmen sicherlich auch mehr am digitalen Leben teil.

(Quelle)

Angst vorm Staat? Muss doch bei uns keiner haben. Wir sind doch ein Rechtsstaat. Haben die in der Weimarer Republik übrigens auch gedacht. Ne Zeit lang.

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Loveparade 2008 DJ-Sets

Geschrieben von Guy Fawkes - 21. Juli 2008

gibts hier zum runterladen. Ich hab ja gefühlt seit der Loveparade 2000 keinen Elektro (und damit mein ich jetzt Trance oder House, so nannten wir das zumindest früher) mehr gehört, aber da konnt ich nicht widerstehen und hab mir mal die Sets der Grandes Dames gezogen und reingehört. Und hat echt wieder Spaß gemacht, das zu hören. Geil halt aber auch, dass ich mindestens die Hälfte der Samples und Tracks schon gekannt habe, und das nach beinahe achtjähriger Abstinenz. Spricht nicht gerade für die Innovationskraft dieser Musikrichtung. Aber ich bin wahrscheinlich nur Banause und check die edlen Mixes einfach nicht. Aber bezeichnend ist es schon, dass z.B. Underworld 2008 in einem Halbstunden-Set immer noch den Trainspotting-Klassiker Born Slippy reinmixen. Gut, ist ihr größter Hit, aber naja… Nichtsdestotrotz: Ich habs wieder mal gern gehört.

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Heute vor 39 Jahren…

Geschrieben von Guy Fawkes - 21. Juli 2008

The Onion - Holy Shit Man Walks On Fucking Moon

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Atomkraftwerke sind immer noch Scheiße.

Geschrieben von Guy Fawkes - 21. Juli 2008

BUND sieht in Atomdebatte “grotesken Irrweg der Politik” (heise.de). Und damit haben sie vollkommen recht. Klar, mit Atomstrom und neuen Kraftwerken wird der Strom billiger. Um 50 Cent im Monat, wie in dem Artikel steht, ist ja auch groß durch die Presse gegangen. Dafür handelt man sich aber zwei große Probleme ein, einerseits ist diese Technik einfach konzeptionell nicht sicher, und auch die deutschen AKWs werden, je älter sie sind, immer gefährlicher. Und irgendwann passiert doch was, ganz Bayern ist nicht mehr bewohnbar und es hat wieder keiner was geahnt. Aber diese abstrakte Gefahr ist den Leuten ja nicht begreiflich zu machen.
Eine konkretere Sache vielleicht schon eher: Es gibt auf der ganzen Welt kein einziges sicheres Atommüll-Endlager. Seit fast 60 Jahren wird diese Technik genutzt, und der dabei entstandene radioaktive Müll wird bis jetzt in “Zwischenlagern” gebunkert, von denen einige (ich berichtete bereits) halt mal so lecken, und radioaktive Abfälle ins Grundwasser sickern. Und nicht nur dass dieser verseuchte Dreck immer mehr wird, nein, wir haben auch in 60 Jahren keine Lösungen gefunden, wie man den Kram (oder auch nur ein Kilo dieses Krams) sicher über ein paar tausend Jahre (plusminus) lagert. Es sieht wohl danach aus, als wenn in einigen hundert Jahren, wenn der Klimawandel oder der Mensch selbst sich wieder in die Steinzeit zurückgebracht hat, es da einige “verbotene Zonen” geben wird, von denen keiner genaueres weiß, nur dass böse Geister an diesen Orten die Leute krank machen und sterben lassen. Es sei denn, sie finden doch noch eine Möglichkeit, den ganzen Kram (immerhin einige hundert Tonnen allein in Deutschland allein in einem Jahr) mit Raketentransporten in die Sonne zu schmeißen. Bis dahin zahle ich lieber mehr für den Strom, wenn er aus regenerativen Quellen stammt und versuch den Rest über Energiesparmaßnahmen reinzuholen. Ging ja wirklich mit dem Teufel zu, wenn sich da nicht mindestens noch ein Drittel einsparen lassen würde. Oder auch nur 22%, was in etwa dem deutschen Durchschnitts-Atomstromanteil entspricht.

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Versammlungsfreiheit – 1948 bis 2008

Geschrieben von Guy Fawkes - 18. Juli 2008

Die Junta hat die Versammlungsfreiheit massiv eingeschränkt. Unter anderem müssen Demos jetzt 72 Stunden vorher angemeldet werden, und alle Teilnehmer dürfen gefilmt werden. Ausserdem werden Klagen gegen ein Versammlungsverbot jetzt dieses Verbot nicht weiter aufschieben. Gemünzt gegen die Neonazidemos in Wunsiedel und sonstwo noch, wirkt das nun aber auch auf jede andere Demo. Hintergrund ist wahrscheinlich, dass Demos von CSU-nahen Kadern und Kameradschaften gegen die Regierung eher selten sind. Demos von Linken und Freigeistern in Bayern gegen die Regierung sind eher die Regel. Aber damit diese mal wieder gezeigt bekommen, wer Herr im Hause ist, machen wir mal ein Grundrecht wieder nen Kopf kürzer. Übrigens hätte die CSU im Landtag fast nicht genügend Abgeordnete ranschaffen können um das kümmerliche Häufchen Opposition zu überstimmen. Gott mit Dir, Du Land der Bayern…

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What’s love got to do with it?

Geschrieben von Guy Fawkes - 17. Juli 2008

Warum also dieses Blog? Es war ja offensichtlich, dass viele der Einträge auf meinem eigentlichen, persönlichen Blog politisch etwas direkt sind. Aber ich will mich auch nicht zurücknehmen, was Formulierung oder Stil betrifft, denn was hier abgeht, ist einfach eine riesengroße Scheiße. Aber gleichzeitig will ich ne Wohnung haben und in bälde dann auch nen Job, und wenn ein konservativ eingestellter Personaler auf mein anderes Blog kommt, kann er die dort vertretenen Meinungen auch in den falschen Hals kriegen. Was meine Schangsen auf einen Job bei ihm auf nahe Null reduzieren würde. Deswegen habe ich mich entschieden, sensibleren Content jetzt abzutrennen und hier zu hosten.

Soziologen würden feststellen, dass dies eine Ausweichhaltung ist, und Politologen würden anfügen, wenn jemand sein Verhalten aufgrund zu erwartender Sanktionen ändert, kann vom Beobachtereffekt in einem Staat ausgegangen werden. Sie haben recht. Vielleicht werde ich die beiden Blogs wieder vereinen, wenn meine Probezeit in einem eventuellen Arbeitsverhältnis abgelaufen ist, und vielleicht behalte ich aber diese Struktur bei, da ich auf Baywords mehr Freiheiten genieße als zuhause – ich muss mich nur an schwedisches Recht halten, nicht an deutsches. Die Schweden haben zwar jetzt dieses fiese Generalüberwachungsgesetz, aber ich denke, dass die Jungs von Piratebay (eigentlich Piratbyrån) sich da etwas einfallen lassen. Oder das schwedische Volk erhebt sich gegen dieses Big-Brother-Gesetz, das die Konservativen durchgedrückt haben. Ausserdem, wenn man über Tor mit den Servern kommuniziert, können die Schlåpphüddè (kein IKEA-Regal) sich gerne verschlüsselte Bitstreams anschauen. Soll Leute geben, die beruhigt das.

Diese Lösung hat Vorteile und auch Nachteile. Vorteil wäre, dass ich mich um die Blogsoftware und deren Updates nicht kümmern muss. Nachdem ich aber fürs andere Blog sowieso Aktualisieren darf, fällt das nicht sehr ins Gewicht. Ich belaste aber auch meinen Traffic nicht (haha, die paar MB im Monat), und muss kein Impressum haben und vor allem keine persönlichen Daten angeben (naja, müsste schon, aber interessiert mich nicht). Nachteil ist sicher, dass baywords.com nicht gerade die performanteste Lösung ist, und dass die auch an und an mal offline sind. Alles in allem eine Lösung, die zwar nicht perfekt ist, aber okay. Im bürgerrechtlichen wie praktischen Sinne. Also bis denn auf dieser Plattform!

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Forderungen an eine zeitgemäße Netzpolitik

Geschrieben von Guy Fawkes - 17. Juli 2008

1. Staatswissen ist Bürgerwissen!

Öffentlich geförderte Informationen müssen den Bürgern unter offenen Lizenzen bereitgestellt werden.

2. Fernsehen und Radio sind tot!

Die Inhalte des Öffentlich-Rechtlichen Systems müssen im Netz frei zugänglich sein. Es muss den Bürgern überlassen sein, wann und wo sie diese konsumieren wollen. Die Archive müssen geöffnet und die Inhalte unter offenen Standards publiziert werden. Die Bürger haben ein Recht auf Remix!

3. Öffentlich-Rechtlich ins Digitale Zeitalter überführen!

Digitale Strukturen und Communities, die Informationen des öffentlichen Interesses produzieren, müssen gefördert werden. Was früher nur freie Radios und Offene Kanäle waren, sind heute Wikipedia, freie Funknetze und Stadtwikis!

4. Open Source fördern!

Freie Software und Freies Wissen sind nicht nur ein förderungswürdiger Wirtschaftsfaktor. Open Source Communities sind essenziell für die Kulturproduktion des 21. Jahrhunderts und schaffen unbestreitbare gesellschaftliche Mehrwerte.

5. Freie und anonyme Kommunikationswege erhalten

Wie beim privaten Gespräch zuhause im Schlafzimmer, im Park oder im Cafe benötigen wir auch in der digitalen Gesellschaft freie und anonyme Kommunikationswege. Es muss weiter Kernbereiche geben, in denen der Staat nichts verloren hat.

6. Demokratie öffnen heißt Transparenz wagen!

Staatliche Informationen gehören unter offene Lizenzen. Informationsfreiheit muss praktiziert werden, geredet wurde schon genug. Partizipationsmöglichkeiten müssen auf allen Ebenen erweitert werden – eDemocracy erschöpft sich nicht in Aktionsplänen zur Verwaltungsmodernisierung! Offene Schnittstellen sind notwendig für die demokratische Teilhabe.

7. Staatliche Infrastrukturen befreien!

Die digitalen Infrastrukturen des Staates müssen frei, offen und demokratisch kontrollierbar sein. Nur offene Standards und die Verwendung freier Software garantieren einen diskriminierungsfreien und nachhaltigen Zugriff auf Vorgänge und Abläufe in Politik und Verwaltung.

8. Internet ist Grundversorgung

Kommunen müssen jedem Bürger einen Basiszugang zum Internet ermöglichen. Nicht am Internet partizipieren zu können bedeutet heute den Ausschluss aus weiten Teilen der gesellschaftlichen Partizipation, das Abschneiden von Bildungs- und Informationsmöglichkeiten.

9. Urheberrecht reformieren!

Das Urheberrecht muss den gesellschaftlichen Realitäten angepasst werden – nicht die gesellschaftlichen Realitäten dem Urheberrecht. Es müssen Wege gefunden werden neue Technologien nicht zu verdammen sondern sie zu umarmen und die Leistung der Kreativen dabei angemessen zu honorieren.

10. Gleiche Chancen für Alle!

Die Netzneutralität muss festgeschrieben werden: es darf keine Klassengesellschaft im Netz entstehen. Um Innovation zu ermöglichen braucht es die diskriminierungsfreie Gleichbehandlung aller Daten im Internet.

11. Medienkompetenz für Politiker / Internetpolitiker nachhaltig ausdrucken

Wir brauchen Politiker, für die das Internet kein Fremdkörper ist. Wir brauchen medienkompetente Politiker, die es sich nicht erst ausdrucken lassen müssen. Wir brauchen Politiker, die sich selbst im Netz bewegen und darin kommunizieren. Nur so wird es eine Gesetze geben, die eine freie, offene und nachhaltige Digitale Gesellschaft ermöglichen.

(via netzpolitik.org)

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Bayern dreht mal wieder durch. (Update)

Geschrieben von Guy Fawkes - 14. Juli 2008

Wenns so weitergeht, wird das eine regelmäßige Kolumne. Es geht darum: Bayern will für Internetvideos Lizenzzwang einführen, wenn es sich um eine Live-Fernsehübertragung übers Internet handelt. Ab 500 bis 10.000 gleichzeitige Empfänger soll das Ganze genehmigungspflichtig sein, ab 10.000 gleichzeitigen Zuschauern muss man sich ne ganz normale Fernsehlizenz besorgen, als ob man einen Kabelfernsehkanal gründen möchte. Wie an den Haaren herbeigezogen das ist, muss ich nicht extra erwähnen. Wenn der FC Bayern jetzt live vom Trainingsgelände streamt, braucht er dann wohl ne Fernsehlizenz dafür. Gut, die können sich das leisten, und der FCB kriegt in Bayern auch immer alles (is auch klar, muss so sein – mia san de Bayern… *sing*). Aber z.B. eine beliebige Übertragung eines Vortrages aus nem Unihörsaal, oder von ner Vereinsfeier, oder was weiß ich – ohne Lizenz keine Rechtssicherheit. Ebenfalls ist unklar, wie das Ganze angewendet werden sollte, wenn die Server ausserhalb Bayerns stehen. Ich mein, dann hoste ich sowas halt aus Hessen. Was soll der Geiz. Die bayrischen ISPs kann ich dann ja auch meiden. Sollte man wegen des anstehenden Bayerntrojaners sowieso. Lustig dabei ist, dass diese Lizenz ab 500 Empfängern nur dann gelten soll, wenn bundesweit relevanter Inhalt verbreitet wird. Voi geil: Nachand weads a Internet-Subfoam gem, wo nua no Boaresch g’schrim wead, wei dann is kao bundesweit relevanta Inhoit. Oiso wenn I dann iagandwann amoi a a Livesendung mocha dadad, miassad do a Boaresch g’red wean, damit I ma ned a Lizenz vo de Großkopfadn hoin muas.
Obwohl nach jahrelangen Lebens in der Großstadt mein Dialekt stark abgenommen hat, ist der sofort wieder da, wenn er mal gebraucht wird. Eine Investition in die Zukunft, wenn man so will.

Update 15.07.2008:
Reaktionen großer Streaminganbieter

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Zitate 15

Geschrieben von Guy Fawkes - 12. Juli 2008

Sowohl die Gewerkschaftszugehörigkeit, als auch Daten zum Sexualleben und Informationen zur Rasse oder ethnischen Herkunft einer Person können in Ausnahmefällen von Relevanz für die Bekämpfung des internationalen Terrorismus sein.

Quelle: Deutscher Bundestag als Antwort auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion.

Langsam denk ich, diese political correctness-Sache war doch was Gutes. Weil sowas ist halt Diskriminierung pur, im ganz klassischen rassistischen/sexistischen Sinne.

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